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Ölpalmenplantage in Malaysia

Palm-Öl:

Für Palm-Öl sterben die Regenwälder

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Die weltweit rapide zunehmende Produktion von Palm-Öl ist das Hauptproblem bei der Vernichtung der letzten Regenwälder. In Afrika und Südamerika, vor allem aber in Asien werden pausenlos Tropenwälder gerodet um diesen Rohstoff herzustellen. Apokalyptische Ausmasse hat die Entwaldung auf den indonesischen Hauptinseln Borneo und Sumatra angenommen.

Was ist eigentlich Regenwald?

Im allgemeinen versteht man unter Regenwald den tropischen Regenwald, also ein Ökosystem, das nur in den immerfeuchten tropischen Klimazonen anzutreffen ist. Es ist damit ausschliesslich in Äquatornähe zu finden: Mittelamerika, der Norden Südamerikas (vor allem Brasilien), das Kongobecken, Neuguinea und Südostasien inkl. Indonesien sind wichtige Standorte für ursprüngliche Regenwälder.

Palmöl ist ein billiger Rohstoff, der ein sehr weites Einsatzspektrum aufweist. Es wird aus den Früchten der Ölpalme (Elaeis guineensis) gewonnen, einer ursprünglich in Guinea (Afrika) heimischen Art. Der Baum wächst nur in den Tropen.

Die Gewinnung von Palmöl kann sehr rentabel betrieben werden - solange man die einmaligen Umweltschäden nicht mit in den Herstellungspreis einrechnet. Mittlerweile ist Palmöl das wichtigste Pflanzenöl der Welt, sogar noch vor Sojaöl. Fast ein Drittel der gesamten Pflanzenöl-Produktion entfällt auf Palmöl. Die wichtigsten Anbauländer für Ölpalmen sind Malaysia und Indonesien mit zusammen etwa 90 % der Weltproduktion.

Die Palmen sind keineswegs anspruchslos; gut wachsen sie nur im Tiefland, bis zu einer Geländehöhe von ca. 300 m. In höheren Lagen sinkt der Hektar-Ertrag rapide. Das ist einer der Gründe, warum für die Palmöl-Gewinnung die wertvollen Tiefland-Regenwälder abgeholzt werden, die der Lebensraum für zahlreiche Tierarten sind. In Indonesien, dem mittlerweile bedeutendsten Palmöl-Produzenten, ist vor allem der hochbedrohte Orang-Utan betroffen. Wir schreiben weiter unten mehr dazu; ausserdem auch unter wildtiere.biz/orangutan.

Die Konzerne und Grossgrundbesitzer machen durch die weltweit hohe Nachfrage nach Palmöl doppelten Gewinn: Die Gebiete, die sie für die Palmöl-Gewinnung abholzen, bergen einen weiteren Schatz der Regenwälder, der bei dieser Gelegenheit zu Geld gemacht wird: Wertvolles Tropenholz, das in riesigen Mengen geschlagen und nach Amerika und Europa verschifft wird - überwiegend als Schmuggelware. Ganze Schiffsladungen werden ausser Landes gebracht - ermöglicht durch korrupte Beamte. In Amerika und Europa landen die wertvollen Tropenhölzer dann z.T. im Baumarkt, um als Platten für Gartenterrassen u.ä. ein trauriges Ende zu finden. Lesen Sie dazu mehr unter www.tropenholz.info. Aber auch an dieser Stelle möchten wir dazu aufrufen, auf Tropenholz wie Bangkirai oder Ramin zu verzichten. Kaufen Sie kein Holz aus Raubbau!

Dass es den Konzernen in erster Linie um einen geradezu verbrecherischen Raubbau geht und nicht etwa um die nachhaltige Gewinnung von Lebensmitteln, lässt sich leicht erkennen, wenn man das Vorgehen der Konzerne z.B. in Indonesien untersucht:

Alang-Alang ist ein widerstandsfähiges und schnellwachsendes Gras, das u.a. den Nachteil hat, sich leicht zu entzünden. Kulturformen sieht man auch in unseren Gärten ("Japanisches Blutgras")

Alang-Alang-Gras breitet sich sehr schnell und invasiv aus und erstickt dadurch die Sämlinge und Setzlinge von grösseren und ökologisch wertvollen Bäumen. In jungen Palmöl-Plantagen wird es mit agressiven Herbiziden bekämpft.

Die Entnahme von Tropenholz ist in Indonesien eigentlich (!) reglementiert, stärker jedenfalls, als den Holzkonzernen recht ist. Die Anlage von Palmöl-Plantagen hingegen wird nach Kräften gefördert. Also wird der Tropenwald gerodet mit der Begründung, Palmöl-Plantagen anlegen zu wollen. Das dabei anfallende Tropenholz wird natürlich profitabel verkauft. Nach Rodung des Regenwalds ziehen die Holzfäller-Kolonnen weiter, die kahlgeschlagenen Flächen liegen brach bzw. werden nach kurzer Zeit von Alang-Alang-Gras (Imperata cylindrica, auch Imperata arundinacea, s. nebenstehenden Kasten) überwuchert.

Wo eine Genehmigung für die Rodung des Regenwaldes nicht zu erlangen ist, werden Brände gelegt.

Wofür verwendet man Palm-Öl?

Palmöl findet Verwendung z.b. bei der Herstellung von Margarine, für Suesswaren und Kosmetika. Ein zunehmender Anteil entfällt auf die Produktion von Agrosprit.

Als Energiequelle ist Palmöl eigentlich wirklich wertvoll und der jährliche Hektar-Ertrag ist etwa doppelt so gross, wie bei Rapsöl. Wo allerdings die Ölpalmenplantagen den ökologisch wertvolleren Regenwald verdrängen, sind die Auswirkungen auf die Umwelt hochgradig negativ. Und diese Flächenkonkurrenz mit dem tropischen Regenwald ist leider zwangsläufig gegeben, da die Ölpalmen eben recht hohe Ansprüche an die klimatischen Bedingungen stellen (s.o.) und nur dort wachsen, wo ursprünglich tropischer Regenwald wachsen würde.

Der Verzicht auf den Palm-Öl-Wahnsinn würde das Sterben der Regenwälder etwas einschränken - Bio-Diesel ist kein Fortschritt, sondern bewirkt das Gegenteil von dem, was es eigentlich zu bewirken vorgibt!

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